08.12.2024

Sichere Fahrt für alle – Frauensicherheit im HVV stärken

In Hamburg sind Frauen, die abends oder nachts auf den öffentlichen Verkehr angewiesen sind, häufig Opfer von Belästigungen oder fühlen sich unsicher, insbesondere in den U- und S-Bahnen. Diese Situation stellt ein ernstes Problem für die Sicherheit und das Wohlbefinden von Frauen sowie weiteren Bevölkerungsgruppen wie religiösen und sexuellen Minderheiten, aber auch vielen weiteren Menschen die unter diesem begründeten Gefühl der Unsicherheit leiden, dar.

Wir fordern daher:

  1. Stärkung der Polizeipräsenz: Eine verstärkte Präsenz von Sicherheitspersonal an den Stationen und die verstärkte Begleitung von Zügen während der Abend- und Nachtstunden, um sofort auf Vorfälle reagieren zu können. Das vorhandene Sicherheitspersonal soll Dienstkleidung tragen und offensichtlich zu erkennen sein.
  2. Aufklärungskampagnen: Wir haben in Hamburg schon weit ausgebaute Sicherheitssysteme, wie die Notrufsäulen an den Bahnstationen und die Sprechstellen in den Zügen. Diese sind jedoch zu wenig Leuten bekannt. Die Aufklärungskampagne „Fühl dich sicher“ befürworten wir und sollte künftig fortgesetzt und ausgebaut werden. Zivilcourage soll auch so Bahnfahrten sicherer gestalten.
  3. Ausweitung der SafeNow-App: Für zusätzliche Sicherheit in den größeren und viel besuchten Bahnhöfen wollen wir die Nutzung der SafeNow-App, die bereits im Hauptbahnhof genutzt wird, ausweiten. Mit dieser kann man schnell und ohne Aufmerksamkeit zu erregen, Sicherheitspersonal zum eigenen Standort rufen. Wir fordern eine Nutzerumfrage vom HVV, mit der die Prioritätsbahnhöfe für die Einführung bestimmt werden sollen.
  4. Die Installation von QR-Codes in allen Bussen und Bahnen, die zum Formular zur Anzeigeerstattung in der Onlinewache der Polizei führen. So soll das Anzeigen von Übergriffen erleichtert und die effektive Nutzung möglicher Aufzeichnungen der Übergriffe durch die bereits installierten Kameras sichergestellt werden.

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