Am 01. April 2026 hat die Bundesregierung die 12-Uhr-Regel eingeführt, um mehr
Transparenz und Verlässlichkeit bei den Kraftstoffpreisen für die Verbraucher zu
schaffen. Seitdem ist eine Preiserhöhung von Kraftstoffen nur noch einmal am Tag um 12 Uhr erlaubt.
Wie zu erwarten, erreicht diese Regelung nur sehr eingeschränkt ihre Ziele. Statt
niedrigerer Preise und Transparenz ist lediglich eines sicher: Ein deutlicher Preisanstieg am Mittag. Das benachteiligt insbesondere Verbraucher, die mittags
tanken müssen, und es führt dazu, dass Verbraucher nur zu gewissen Tageszeiten tanken. Außerdem ist seitdem die Preisspanne über den Tag deutlich gestiegen.
Deshalb fordern wir die Abschaffung der 12-Uhr-Regel. Die bestehenden Möglichkeiten
zum digitalen Preisvergleich sowie die kartellrechtliche Kontrolle des Kraftstoffmarktes sollen davon unberührt bleiben.