Die Jungen Liberalen sehen, dass die halbjährliche Umstellung zwischen Sommer- und Winterzeit regelmäßig zu Verwirrung, erhöhtem Verwaltungsaufwand sowie gesundheitlichen Belastungen durch die Umstellung des Biorhythmus in Form eines „Mini-Jetlags“ führt.
Wissenschaftliche Studien belegen, dass die Umstellung zu einer Erhöhung des Herzinfarktrisikos und anderer gesundheitlicher Belastungen führt. Leider sorgt die Umstellung auch nicht wie geplant zum Energiesparen: Schon 2005 bestätigte die Bundesregierung, dass kaum Energie eingespart wird, da der geringere Verbrauch an künstlichem Licht durch erhöhten Heiz- und Klimatisierungsbedarf ausgeglichen wird.
Organisatorisch stellt die Umstellung auch eine unnötige Belastung dar, insbesondere für Branchen mit Nachtschichten und komplexer Arbeitszeitplanung.
Durch die Zeitumstellung in die Winterzeit entgeht uns mehr Helligkeit in den Abendstunden und die damit verbundene Förderung von Freizeit, Lebensqualität und wirtschaftlicher Aktivität. Arbeitnehmer können den Feierabend nicht im Hellen genießen, was sich positiv auf Zufriedenheit und Produktivität auswirken würde.
Das Europäische Parlament stimmte bereits im März 2019 mit großer Mehrheit (410 zu 192 Stimmen) dafür, die halbjährliche Zeitumstellung in der EU abzuschaffen. Eine endgültige Umsetzung auf europäischer Ebene steht jedoch noch aus.
Die Jungen Liberalen fordern daher, dass
- die Bundesregierung und die Europäische Union die dauerhafte Einführung der Winterzeit als einheitliche gesetzliche Zeit in Deutschland und der Europäischen Union prüft und umsetzt.
- die halbjährliche Umstellung zwischen Sommer- und Winterzeit mittelfristig in einer europäisch koordinierte Lösung beendet wird. Diese ist notwendig, um einen Flickenteppich unterschiedlicher Zeitzonen innerhalb der EU zu vermeiden.
- die gesundheitlichen Belastungen durch die Zeitumstellung wissenschaftlich zu evaluieren und bei der Entscheidungsfindung stärker zu berücksichtigen.