Angehende Lehrer werden in Deutschland erst nach einem Gesundheitscheck verbeamtet. Dieser schließt auch die mentale Gesundheit der entsprechenden Referendare mit ein.
Suchen sich diese in ihrer Zeit im Referendariat allerdings psychologische Hilfe, so wird dies oft als Risikofaktor für den beruflichen Alltag gewertet und sie werden nicht verbeamtet – und dies völlig ohne Kriterien, bei welchen Krankheiten eine tatsächliche Gefahr für Schüler, Kollegen oder den schulischen Alltag bestehen.
Stattdessen können Amtsärzte frei entscheiden, ob sie einen Referendar für „gesund genug“ für eine Verbeamtung halten. Die Konsequenz: Oft werden angehende Lehrer allein dafür nicht verbeamtet, weil sie sich überhaupt an einen Psychologen gewandt haben.
Dieser Zustand muss dringend beendet werden, mentale Probleme dürfen nicht vom Staat tabuisiert werden!
Die Jungen Liberalen Hamburg fordern daher, dass
- ein Suchen von psychologischer Hilfe in der Referendarszeit kein grundsätzlicher Ausschlussgrund für eine Verbeamtung sein darf.
- psychische Belastung in der Zeit des Referendariats ein offenes Thema sein muss und angehende Lehrer über mögliche Folgen – wie Burnouts – aufgeklärt und für das Thema auch in Bezug auf Kollegen sensibilisiert werden.